Organspende schenkt Leben!

Veröffentlicht am 01.11.2014 in Ortsverein

Die Frage der Organ- und Gewebespende ist für alle Menschen eine wichtige Herausforderung - eine Entscheidung, die jeder nur für sich selbst treffen kann. Dabei gibt es kein 'richtig' oder 'falsch'. Aber es gibt Argumente - pro und kontra - die man gewichten sollte.

Deshalb informierte Josef Theiss, Vorstandsmitglied der Lebertransplantierten Deutsch-lands e. V. in der jüngst stattgefundenen Monatsversammlung des SPD Ortsvereins Pleidelsheim über wichtige Fragen und Antworten zur Organspende. Zentrales und ein bedenkliches Thema war: werde ich bei Krankheit oder Unfall noch optimal versorgt, wenn ich meine Bereitschaft zur Organspende erklärt habe? Josef Theiss, seit 20 Jahren selbst dankbarer Transplantat-Empfänger, nahm den zahlreichen Anwesenden mit sachkundiger Erklärung diese mit Ungewissheit geprägte Angst. Er erklärte, dass die Frage nach einer Organspende erst dann erörtert wird, wenn der Hirntod festgestellt wird. Somit wurde der Hirntod definiert und die Frage, wie die Würde des Menschen bei der Organentnahme gewahrt bleibt, beantwortet. Außerdem erklärte er, dass vom Jugendlichen bis zum Senior, alle potentielle Spender sein können und dass jeder Spender z. B. selbst mitbestimmen kann, welche Organe beim Hirntod entnommen werden - oder, dass uneingeschränkt Organe und Gewebe entnommen werden dürfen. Somit könnten u. U. mehrere Menschenleben gleichzeitig gerettet werden. Um welche Organe handelt es sich eigentlich? Josef Theiss verwies auf die derzeitigen medizinischen Möglichkeiten der Weiterverwendung: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm und Teile der Haut sowie die Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen und Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, des Knochengewebes, des Knorpelgewebes und der Sehnen. Abschließend warb er, dass jeder einen Organspendeausweis bei seinen Personalpapieren mittragen und dass jeder seiner nächsten Angehörigen seine persönliche Entscheidung auch kennen sollte. Damit würde Klarheit geschaffen und den Angehörigen bleibt unter Umständen eine große Belastung erspart.

Lothar Muchenberger

Thomas Utz, Josef Theiss, Lothar Muchenberger, Hermann Höhne (vlnr)

 

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