Brot und Rosen - Gedanken zum Internationalen Frauentag 8. März 2022

Veröffentlicht am 07.03.2022 in Ortsverein

Vor mehr als 100 Jahren, am 8. März 1908, demonstrierten mehr als 15.000 New Yorkerinnen in den Straßen ihrer Stadt. Sie forderten die Einführung des Wahlrechts für Frauen, bessere Arbeitsbedingungen, die Anhebung ihrer Löhne und die Abschaffung der Kinderarbeit. Als Motto wählten sie „Brot und Rosen"- Symbole für soziale Sicherheit und Lebensqualität.

Das couragierte Auftreten der Einwohnerinnen New Yorks war eine der ersten großen Demonstrationen für Frauenrechte weltweit. Bereits drei Jahre später, initiiert durch Clara Zetkin, fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Das Datum wurde nicht aus freien Stücken gewählt - der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848. Mit der Wahl des 19. März wollte man den revolutionären Charakter des Frauentages hervorheben.
Zentrale Forderungen waren u. a. ein 8-Stunden-Tag, ein Wahl- und Stimmrecht für Frauen, ein ausreichender Mutter- und Kinderschutz sowie gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.
In den folgenden Jahren wurde der Frauentag zwischen Februar und April begangen. Auf den 8. März legte man sich 1921 fest - damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. 1933 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten verboten. Bereits 1946 fanden in der sowjetischen Besatzungszone wieder Feiern zum Frauentag statt. In Westdeutschland wurde der Frauentag in den späten 60er Jahren wiederbelebt.
Auch heute stehen Frauen für ihre Rechte ein und noch immer gibt es zu wenige Männer, die das interessiert. Dabei gibt es in der Geschlechterkonkurrenz durchaus Verschiebungen: Frauen machen bessere Universitätsabschlüsse, haben bessere Abiturnoten und unter den bis zu 100.000 Jugendlichen, die jedes Jahr ohne Abschluss die Schule verlassen, sind nur ein Drittel Mädchen. Der Alltag ist aber so, dass sich Frauen weiterhin in der zweiten Reihe finden. Frauen in Spitzenstellungen sind mit der Lupe zu suchen. Leider können Kinder und Beruf nur schwerlich vereinbart werden - es erfordert allerhöchstes Organisationstalent und nicht zuletzt frauenfreundlichere Rahmenbedingen, welche die Politik anbieten muss. Wir brauchen eine Arbeitswelt, in der familiäre Pflichten nicht zu einem Karrierehindernis werden.

Helfen Sie uns dabei! Bringen Sie sich ein und kommen Sie zu unseren Monatsversammlungen. Die nächste findet am 16. März 2022 um 20:00 Uhr im 'alten Rathaus' statt. Sie sind herzlich willkommen!
gez. Daniel Haas

 

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