Pleidelsheimer Hospizgruppe berichtet über ihre Erfahrungen

Veröffentlicht am 04.12.2012 in Ortsverein

Das Sterben geht jeden an, doch häufig wird es verdrängt. Nicht so bei den Pleidelsheimer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, wo es in ihrer erst kürzlich stattgefundenen Monatsversammlung zum aktuellen Thema wurde.

Die Pleidelsheimer Hospizgruppe stellte sich an diesem Abend vor. Sie wurde 2010 auf Initiative des Palliativmediziners Herrn Dr. Herbers und der Gemeinde Pleidelsheim gegründet.

Frau Ursula Heilgeist und Frau Bärbel Appenzeller berichteten von ihren Erfahrungen, die sie in der Hospizgruppe gemacht haben. Sie bieten eine psycho-soziale Begleitung für sterbende Menschen an, betreuen Angehörige und ermöglichen ihnen durch eine Entlastung „ein Durchschnaufen“ - und das alles ehrenamtlich! Beeindruckend war, wie Frau Heilgeist die psycho-soziale Begleitung näher erklärte. „Wir wollen mit den Betroffenen, lachen, weinen, Musik hören, lesen, schweigen, reden, trauern oder einfach nur da sein“, so Frau Heilgeist. Dass die 17 ehrenamtlichen Frauen – Männer sind erwünscht – für alle da sind, gleichgültig, welcher Nationalität, Hautfarbe oder Religion, versteht sich von selbst. Alle Hospizbegleiterinnen unterliegen der absoluten Schweigepflicht.

Frau Appenzeller erklärte der Versammlung die 'Spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung', kurz SAPV genannt. Jedem Menschen mit einer unheilbaren Krankheit muss ermöglicht werden, dass er zuhause in vertrauter, familiärer Umgebung behandelt wird. Die Bedürfnisse des Patienten und der Angehörigen stehen dabei absolut im Vordergrund. Wenn gewünscht kann auch die Sterbebegleitung zur Entlastung dazukommen. Mit der Einführung der gesetzlichen Regelung zur SAPV in das Sozialgesetzbuch V im Jahr 2007 wurde zwar eine große Chance für den Ausbau und die Verbesserung der ambulanten Versorgung eröffnet, doch die Umsetzung geht bislang leider nur langsam voran, so die Expertin. Dennoch berichtete sie begeistert vom Ludwigsburger Palliativ-Care-Team, welchem 9 Ärzte und 14 Pflegekräfte angehören, die 'rund um die Uhr' zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit dem Hospizteam kann so dem sterbenden Menschen das (anonyme) Krankenhaus erspart werden.

Vorsitzender Muchenberger bedankte sich bei den beiden Damen für Ihr lobenswertes Engagement und stellte fest, dass die Zuhörer/Diskutanten von der Thematik sehr beeindruckt waren.
Lothar Muchenberger

 

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