
Besigheim. Über 40 Interessierte folgten der Einladung des SPD-Landtagskandidaten Thomas Reusch-Frey zu einer Pilzsammlung zwischen Ottmarsheim und dem Pfahlhof. Mit dabei: Pilzsachverständiger Hans Weckermann.

Besigheim. Über 40 Interessierte folgten der Einladung des SPD-Landtagskandidaten Thomas Reusch-Frey zu einer Pilzsammlung zwischen Ottmarsheim und dem Pfahlhof. Mit dabei: Pilzsachverständiger Hans Weckermann.
Wichtig sei für ihn, so Reusch-Frey, die Verbindung herzustellen zwischen Natur – Erhalt und verantwortbare Nutzung der Schöpfung – Politik. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 20? Jahren, die noch heute ihre Spuren in der Natur durch den radioaktiven Fallout hinterlassen habe. Allerdings, so konnte der SPD-Landtagskandidat die Pilzfreunde beruhigen, habe unsere Region Glück gehabt, da zur damaligen Zeit die Witterungsverhältnisse das Schlimmste verhindert hätten. Dennoch mahne die Katastrophe, die Gefahren der Atomenergie zu erkennen, deshalb kämpfe er entschieden gegen den von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie.
Auf sehr unterhaltsame Art brachte der geprüfte Pilzsachverständige Hans Weckermann den interessierten Naturfreunden die Eigenschaften der heimischen Pilzarten nahe. Er selbst, so der pensionierte Kriminalbeamte, ehemalige Handball-Bundesligaspieler und Stadtrat, übe dieses Ehrenamt seit 1987 aus und berate Pilzsammler unentgeltlich über die Ergebnisse ihres Sammelns. „Alles was nach Rettich und Schwefel riecht – wegschmeißen“, so der erste Grundsatz den er den Zuhörern vermittelte. Danach gab er an Hand frisch gesammelter Pilze einen ersten Überblick zu den verschiedenen Gattungen der essbaren, ungenießbaren und giftigen Pilze. Dabei wurden auch die allseits bekannten Steinpilze und Pfifferlinge, die es zur Zeit nicht gibt, vorgestellt und den Pilzsammlern ein Überblick über Morcheln die nur im Frühjahr kommen, diverse andere Röhrlinge, giftige Knollenblätterpilze, der Holzbewohner Hallimasch, essbare Trichterlinge wie der Mönchskopf, Boviste und viele andere Pilze gegeben. Daß man auch die Bäume kennen muß, weil sie häufig mit bestimmten Pilzen Lebensgemeinschaften bilden und nur bei diesen Bäumen fruktizieren, erfuhren die Zuhörer vom Fachmann. Zum Essen riet er: „Mindestens 15 Minuten dünsten“, so sein Ratschlag, dann seien die essbaren Pilze am bekömmlichsten.
An die Theorie schloss sich die Praxis an, die vielen Sammler schwärmten aus und nach einer Stunde gab es keinen, der nicht mehrere Pilze in seinem Korb hatte, die dann von Hans Weckermann begutachtet wurden.

Daniel Haas - Landtagskandidat
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Macit Karaahmetoğlu, MdB

Foto: BTG/StellaVonSaldern
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