Recht auf ein Konto

Veröffentlicht am 22.09.2012 in Ortsverein

In der kürzlich stattgefundenen Monatsversammlung diskutierten Pleidelsheimer Sozial-demokratinnen und Sozialdemokraten über das Recht auf ein Basiskonto für Jedermann.

Offensichtlich gibt es etwa 30 Millionen Menschen in Europa, die kein Konto haben. Schätzungsweise 6 bis 7 Millionen davon wurde ein Konto von einem Geldinstitut ver-weigert. Kaum einer macht sich allerdings über dieses Problem und die damit verbundenen Auswirkungen Gedanken. Die Menschen werden ausgeschlossen und es bedeutet für sie schlicht weg eine Katastrophe. Studierende z.B., die ein Stipendium für ein anderes EU-Land erhalten haben freuen sich darüber, können aber keinen Mietvertrag unterschreiben, da sie dort kein Bankkonto besitzen. Gehen sie dann auf die Bank, heißt es, ohne Wohnadresse vor Ort können sie auch kein Konto bekommen. Das gleiche Schicksal müssen oftmals Geringverdiener oder Obdachlose erfahren. Ein Versammlungsteilnehmer zog Parallen zu Carl Zuckmayers Tragigkomödie vom Hauptmann von Köpenick, als Friedrich Wilhelm Voigt lediglich einen Auslandspass wollte.
Unsere Europaabgeordnete, Evelyne Gebhardt, hat erst kürzlich eine Initiative gestartet. Sie fordert eine EU-Richtlinie, die ein Basiskonto in allen Mitgliedsstaaten ermöglicht. Lediglich in Österreich gibt es bereits eine eigene Sparkasse für solche Fälle – in Deutschland gibt es keine derartigen Sonderregelungen. Evelyne Gebhardt fordert, dass wir die Banken verpflichten müssten, ein Konto für jedermann anzubieten. Kein Geldinstitut sollte die Menschen mehr abweisen dürfen, nur weil die Banken kaum daran verdienen.
Die Versammlungsteilnehmer unterstützen diese Initiative.
Lothar Muchenberger

 

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