0,25 % Rentenerhöhung: eine bodenlose Frechheit!

Veröffentlicht am 30.04.2013 in Ortsverein

Es ist eine Beleidigung, wie man die Lebensleistung jener Generation bewertet, die den Wirtschaftsaufschwung erarbeitet hat, so Vorsitzender Muchenberger in seiner Einführung in der vergangenen Monatsversammlung der Pleidelsheimer SPD. Und weiter, „dies sei eine Schande, dass die Politik die Rentner gänzlich vernachlässigt und mit 0,25 % Rentenerhöhung im Westen zufriedenstellen will.

Dabei sind es nur 0,15 % Renten-erhöhung, wenn man die 0,1 % Erhöhung der Pflegegeldversicherung vom 1.1. d.J. noch abzieht!“ Die Ostrentner hingegen bekommen das 12-fache (3,29 %) dessen, was West- rentner zu erwarten haben – Begründung: es wird eine Angleichung zwischen Ost und West vorgenommen. Als ob Mecklenburg-Vorpommern mit dem Wirtschaftsraum Stuttgart zu vergleichen wäre. Die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland sind ungleich niedriger als die des hiesigen Raumes - folglich hinkt jeglicher Vergleich!

Ausserdem haben Rentner seit 2001 einen Kaufkraftverlust von 12 % hinzunehmen (lt. Arbeitsministerium), weil sogenannte Dämpfungs- und Ausgleichsfaktoren eingerechnet sind, die völlig an der Realität vorbei gehen. Selbst Experten sind überfordert diese Formel einem Otto-Normalverbraucher verständlich zu machen.

Die Versammlung beauftragte ihren Vorsitzenden einen Brief an die SPD Parteiführung in Berlin zu verfassen, der ihren Unmut zum Ausdruck bringen soll. Dabei fordern sie einen Inflationsausgleich: „sie hätten wenigstens einen Anspruch auf eine echte Nullrunde. Es kann nicht sein, dass angemessene Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst möglich sind, während der statistische Rentner gerademal 2,23 Euro mehr bekommt. Die Renten müssen wenigstens mit dem Preisauftrieb Schritt halten können, bei den Beamten-Pensionen funktioniert es doch auch – alles andere führt zu Altersarmut und zu Politikverdrossenheit!“

Ausserdem fordern sie, dass das gesetzliche Rentenniveau bei 50 Prozent einzufrieren sei und die Absenkung von derzeit 51 % auf 43 % bis zum Jahr 2030 zu stoppen wäre. Damit könne man die Altersarmut zumindest einschränken. Man müsse darüber nachdenken, die Rente wieder stärker an der Entwicklung der Löhne zu orientieren. Gerade wir Sozialdemokraten sollten hier nicht stillhalten! Es ist zwingend notwendig, eine gewisse Gerechtigkeit bei der Rentenanpassung zu erzielen, ansonsten trifften die Generationen auseinander – niemand kann und will es sich vorstellen, dass dies unsere Gesellschaft anstrebt!

Wenn Sie mit uns über derartige gesellschaftliche Probleme diskutieren wollen, so kommen Sie einfach zu unseren Monatsversammlungen – Sie sind herzlich willkommen!

 

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