Besichtigung des Polnischen Parlaments – des Sejm.

Veröffentlicht am 31.10.2010 in Ortsverein
WARSCHAU/PLEIDELSHEIM: Im Zuge einer 6-tägigen politischen Weiterbildungsreise besuchten Pleidelsheimer SozialdemokratenInnen und Freunde des Ortsvereins den Sejm. Dabei erfuhren sie, dass der Sejm neben dem Senat eine der beiden Kammern des polnischen Parlaments bildet. Er umfasst 460 Mitglieder, welche nach einem Verhältniswahlrecht gewählt werden. In seiner heutigen Form existiert der Sejm seit 1989, nach dem Fall des 'Eisernen Vorhangs' und dem Ende der Volksrepublik. Die Geschichte des Sejm reicht allerdings weit zurück bis in die Frühe Neuzeit, als der Sejm noch eine Vertretung des polnischen Adels darstellte. Im Anschluss an die Besichtigung referierte der ehemalige Minister für Inneres und Verwaltung, Herr Ryszard Kalisz, von der befreundeten polnischen SLD-Partei (Sojusz Lewicy Demokratyczne) über die aktuellen deutsch-polnischen Beziehungen.

Warschau - SPD Pleidelsheim in der Sejm

Aber auch über seinen Werdegang als Richter und stellvertretender Präsident der polnischen Verfassungskommision der Nationalversammlung wurde geredet – ebenso über den im April geschehenen tragischen Unfalltod des polnischen Präsidenten Lech Kaczy?skis. Natürlich kamen auch tagespolitische Themen, wie Kindergartenbetreuung und Schulsystem zur Diskussion. Als Simultanübersetzerin fungierte eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung, die auch in Warschau eine Niederlassung hat und sich um die internationale Zusammenarbeit kümmert.
Die Pleidelsheimer Sozialdemokraten erinnerten sich an den historischen Besuch Willy Brandts in Warschau und die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages vor 40 Jahren. Dieser Vertrag sollte 'einen Schlussstrich setzen unter Leid und Opfer einer bösen Vergangenheit'. Er sollte eine Brücke schlagen zwischen den beiden Staaten und Völkern. Der damalige Besuch des ersten sozialdemokratischen Kanzlers der Bundesrepublik in Warschau im Dezember 1970 leitete einen grundlegenden Neubeginn in den Beziehungen zwischen Polen und Deutschland ein. Die Politik Willy Brandts war mutig und notwendig. Gleichwohl war sie damals in Deutschland heftig umstritten. Die Geschichte aber hat Willy Brandt Recht gegeben.
Natürlich hat die 50-köpfige Reisegruppe dieses Ghettodenkmal, aber auch das Warschauer Aufstandsdenkmal und die Krakauer Vorstadt mit Kirchen und Palästen sowie das Lazienski Palais mit Parkanlage besichtigt. Auch eine Begehung der von der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommene Altstadt von Warschau wurde gemacht und ein Rundblick vom höchsten Gebäude Polens, dem 231 Meter hohen Kulturpalast, vorgenommen.
Touristische Stadtführungen in Dresden, Breslau und Görlitz und ein Mittagsstopp in Plauen ergänzten das Programm und machten sowohl Hin- als auch die Rückfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Lothar Muchenberger

 

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