Schule und Bildung - der Schlüssel der Zukunft

Veröffentlicht am 11.03.2008 in Ortsverein

In der erst kürzlich stattgefundenen Ortsvereinsversammlung berichtete Landtagsabgeordnete Christine Rudolf von einer ausführlichen Bildungsdebatte aus dem Baden-Württembergischen Landtag. Dabei hob sie hervor, dass die meisten Eltern nur noch wenig Vertrauen in das öffentliche Bildungssystem hätten.

Die Eltern in den gehobenen Milieus versuchten deshalb, die Förderung der Kinder möglichst frühzeitig selbst in die Hand zu nehmen. Das bringt allerdings immer größere Anforderungen mit sich. 40 Prozent der Eltern – vorwiegend sind es Mütter – helfen ihren Kindern bei den Schularbeiten oder beim gezielten Lernen auf Klassenarbeiten. Aus der Eltern-Kind-Beziehung wird zunehmend eine Schulbeziehung – Eltern werden Hilfslehrer. Das ist aber nur der eine Teil der Wahrheit, so Rudolf. Über ein Fünftel der Kinder würden kaum von den Eltern gefördert und blieben auf der Strecke. Zu beobachten sei, dass sich immer mehr Eltern der bürgerlichen Schichten stärker nach unten abgrenzten. Notfalls zögen sie in bessere Stadtteile und schickten ihre Kinder auf private Schulen. Professioneller Nachhilfeunterricht wäre bereits selbstverständlich. Christine Rudolf sprach von einer neuen Klassengesellschaft in der Bildung. Jene Kinder, die von ihren Eltern keine dementsprechende Hilfe bekämen, wären auf der 'Verliererstraße'. Nur wenige wüden es schaffen, das Abitur zu machen und anschließend zu studieren. Christine Rudolfs Credo: 'Bessere Betreuungsangebote schon im Vorschulalter, Modelle und Schulformen zulassen, wenn Eltern, Gemeinden und Schulen dies wollen.'

In der anschließenden Diskussion wurde sowohl über elitäre Privatschulen, als auch über Ganztagsschulen, über bessere Betreuungsangebote und über die sehr umstrittene Grundschulempfehlung gesprochen. Man war sich einig, dass unsere Kinder mehr Zuwendung, eine bessere Förderung und Bildung und den Kontakt zu Gleichaltrigen brauchen. Mädchen und Jungen, die im Elternhaus nicht ausreichend gefördert werden, verlieren später in der Schule oft den Anschluss. Darüber hinaus setzen SozialdemokratenInnen auf bessere Betreuungsangebote und mehr Krippenplätze für die Kleinsten. Wir wollen Familie und Beruf besser vereinbaren. Viele Eltern können ihre Berufstätigkeit gar nicht aufgeben, weil sie auf zwei Einkommen angewiesen sind, um die Familie über Wasser zu halten oder weil sie allein erziehend sind.

 

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