Internationaler Frauentag 8. März 2010

Veröffentlicht am 01.03.2010 in Ortsverein

Die historische Geburtsstunde des Internationalen Frauentags geht wohl auf die Deutsche Sozialistin Clara Zetkin zurück. Bereits im August 1910 schlug sie auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favoritisieren. Schon im März des darauffolgenden Jahres wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und in der Schweiz der erste Frauentag gefeiert.

Seit 1921, als Lenin den 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärte, wird weltweit für mehr Rechte der Frauen gekämpft. Zunächst wurde in Deutschland und Österreich das allgemeine Wahlrecht erstritten und nach dem Ersten Weltkrieg wurde vermehrt auf soziale Probleme aufmerksam gemacht. Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge, eine Senkung der Lebensmittelpreise, eine regelmäßige Schulspeisung und den legalen Schwangerschaftsabbruch forderten die Frauen. Zwischen 1933 und 1945 wurde der Frauentag in Deutschland verboten, weil die sozialistische Bewegung an der Entstehung des Frauentags maßgeblichen Anteil hatte. Stattdessen wurde der Muttertag, der dem national-sozialistischen Frauen- bzw. Mutterideal eher entsprach, in den Rang eines offiziellen Feiertages erhoben.

Erst mit dem Engagement der neuen Frauenbewegung, Ende der 1960er Jahre, rückte der 8. März in der Bundesrepublik und anderen Ländern wieder stärker ins Bewußtsein und 1977 beschloss die Generalver-sammlung der UN, das Datum als Internationalen Frauentag anzuerkennen. Vieles hat sich geändert in diesen 100 Jahren und dennoch ist die Forderung von damals, gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht erfüllt. Bis zu 26 Prozent, so eine Rechnung des DGB, liegt der Stundenlohn der Frauen unter dem der Männer. Damit liegt Deutschland auf dem letzten Platz in Europa. Dass Frauen die besseren Abschlüsse an den Universitäten machen, wird den Druck erhöhen, endlich nach vorne zu kommen. Unter den 100.000 Jugendlichen, die jedes Jahr ohne Abschluss die Schule verlassen, sind zwei Drittel männlich.
Dass Frauen um Meisterschaften boxen, findet mancher unweiblich. Beim Fußball war das ebenso und wird beim Skifliegen nicht enden. Sie haben weniger Muskelmasse, dafür mehr im Kopf als mancher männliche Zeitgenosse. Und ich will gerne glauben, dass die Krise der Weltwirtschaft und die Gier mancher Manager, die mit dazu geführt hat, uns erspart geblieben wäre, gäbe es mehr Frauen in den Führungsetagen der Banken und Wirtschaft. Auch der Pleidelsheimer Ortsverein gewinnt an Farbe und Qualität durch Frauen, die sich engagieren. Sie sind herzlich willkommen, nicht nur auf unserer Homepage, sondern auch in unserer kommenden Monatsversammlung am 25. März 2010 im 'Rebstöckle' 20:00 Uhr.

Lothar Muchenberger

 

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