PLEIDELSHEIM: Am 14. April 2010 wird die/der Landtagskandidat(in) für den Wahlkreis 14 Bietigheim-Bissingen gewählt. Zwei Bewerber bemühen sich um das vakant werdende Landtagsmandat. Nachdem Christine Rudolf vor wenigen Wochen erklärte, dass sie nicht mehr kandidieren werde, haben sich Juristin Nadja Sommer (33) und Pfarrer Thomas Reusch-Frey (50) - beide kommen aus Bietigheim-Bissingen - in der erst kürzlich stattgefundenen Monatsversammlungen der Pleidelsheimer SPD vorgestellt.
Auf dem beigefügten Bild erkennen Sie von links nach rechts:
Nadja Sommer, Lothar Muchenberger, Thomas Reusch-Frey
Die Versammlungsteilnehmer waren von beiden Bewerbern absolut überzeugt, sodass Vorsitzender Muchenberger von einem 'Luxus-Problem' sprach, wer schließlich bei der Delegiertenversammlung im April das Rennen machen wird.
Während die Volljuristin Nadja Sommer Verwaltungserfahrung aufzuweisen hat und als stellvertretende Vorsitzende des Mietervereins Ludwigsburg die Nöte des 'kleinen Mannes' kennt ist Pfarrer Thomas Reusch-Frey ein 'Praktiker par Excellence'. Als Gemeinde- und Kreisrat hat er politisches Hintergrundwissen und als Theologe ist er nah am Menschen. Nadja Sommer steht für Föderalismus und eine bessere Bildung. Ihr Credo: „Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!“ Öffentliche Sicherheit und Energiepolitik bewegt sie ebenso, wie Arbeit und Soziales. Die Wohnbauförderung muß wieder aktiviert werden, Kürzungen sind kontraproduktiv, außerdem will die Juristin mehr Gerechtigkeit im Gemeinschaftsleben. Große Bedeutung kommt der Arbeit der Job-Center zu. Sie will sich dafür einsetzen dass die soziale Schere sich nicht weiter öffnet.
Thomas Reusch-Frey setzt sich für mehr Sensibilität und Solidarität in der Arbeitswelt ein. Die von ihm mitbegründeten Initiativen befassen sich mit Arbeitslosen, die durch ehrenamtliches Engagement umfassende Beratung und Hilfestellung bekommen. Außerdem erhalten Schüler und Jugendliche dadurch weiterführende Hilfe und Unterstützung bei dem wichtigen Übergang von der Schule in den Beruf. Er zeigte die Schwächen unseres Schulsystems auf und fordert Ganztagsschulen. Als gelernter Landwirt, studierter Theologe mit journalistischer Ausbildung liegt ihm Ökologie sehr am Herzen. Sein Credo: Mehr Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Als Gemeinde- und Kreisrat kennt er kommunalpolitische Themen und weiß, wo der Schuh drückt.
Beide sprechen sich klar gegen Atomkraft aus. Sie halten am Ausstieg fest.
Lothar Muchenberger